Fenster richtig öffnen: Überblick über die Öffnungsarten beim Fenster

Fenster richtig öffnen: Überblick über die Öffnungsarten beim Fenster

Fenster ist gleich Fenster? Mit diesem Gedanken sitzt du einem riesigen Irrtum auf, der sich spätestens beim Lüften als Hindernis erweisen kann. Denn ob ein Fenster seinen Zweck erfüllt, hängt maßgeblich mit der richtigen und von dir bevorzugten Öffnungsart zusammen. Es gibt Kipp- und Schwingfenster, Schiebefenster und Klappfenster sowie kombinierte Mechanismen. Auch die Richtung, in die du dein Fenster öffnest und die Möglichkeiten zur Anbringung von Sicherheitsschlössern sollten auf der Agenda deiner Auswahlkriterien stehen.

Fenster öffnen leicht gemacht: die Öffnungsarten in Übersicht

Die Fensterart bezeichnet die Materialien, die Form und die Funktion aller Fenster. In Gegenüberstellung zur Fensterart betrachtest du die Öffnungsart, die sich auf den Mechanismus bezieht und ein grundlegender Faktor deiner Entscheidung ist. Überlege dir, ob du ein Fenster nur vollständig öffnen oder es auch kippen möchtest, ob es geschoben oder mit einem Griff in den Raum hinein geöffnet werden soll oder ob du es vorziehst, ein gar nicht zu öffnendes Fixfenster einzubauen. Letzteres eignet sich primär für Dachstühle und Oberlichter, die du aufgrund ihrer Positionierung sowieso nicht erreichst und dementsprechend auch nicht öffnen kannst. Folgende Öffnungsarten sind bei Fenstern erhältlich.

  • Drehfenster
  • Kippfenster
  • Drehkippfenster
  • Festfenster ohne Öffnungsmechanismus
  • Klappfenster
  • Schwingfenster
  • Faltfenster
  • Schiebefenster mit vertikaler und horizontaler Öffnung

Dreh-, Dreh-Kipp- und Kippfenster gehören zu den Klassikern und bieten sich für die meisten Häuser und Wohnungen an. Auf einen speziellen Öffnungsmechanismus musst du nur schauen, wenn sich ein Fenster in einer Position befindet, wo die normale Öffnung unmöglich oder nicht ohne Risiken einer Verletzung beim Begehen des Raumes möglich ist. Für eine hohe Luftzirkulation und die platzsparende Öffnung sind vor allem Wende- und Schwingfenster geeignet, die du auch in engen Räumen verbauen und jederzeit öffnen kannst. Verfügt dein Haus über eine hohe Luftfeuchtigkeit und du sorgst dich um Schimmel, bieten sich Dreh-Kippfenster als optimale Lösung an.

Hast du das richtige Fenster nach deinem Bedarf und den räumlichen Gegebenheiten gewählt, wirst du mit der Öffnung keinerlei Probleme haben und deine optimale Entscheidung begrüßen.

Wohnraumsituation und Fenstergröße beeinflussen den Öffnungsmechanismus

Während kleine Fenster ideal zum Ankippen sind, spielt diese Form der Öffnung bei großzügigen Terrassentüren oder riesigen Flächenscheiben eine eher untergeordnete Rolle. Kippfenster mit hohem Gewicht büßen an Stabilität ein, wodurch sich bei großflächigen Fenstern eher ein Mechanismus zum Schieben eignet. In einem kleinen oder verwinkelten Raum solltest du die Öffnungsart deiner Fenster mit besonderer Aufmerksamkeit wählen. Nur wenn sich ein Fenster vollständig öffnen und dich den Raum belüften lässt, handelt es sich bei deinem Kauf um eine zweckmäßige Entscheidung. Befinden sich zum Beispiel Balken oder Verengungen im Radius des Fensters, kannst du ein klassisches Klappfenster nicht öffnen und solltest daher auf einen anderen Mechanismus zurückgreifen.

Hinweis: Bezüglich der Angebote für Festfenster solltest du wissen, dass sich diese Ausführungen nur für Räume eignen, in denen du durch weitere Fenster einen Luftaustausch gewährleisten kannst. Im Eingangsbereich oder als Oberlicht in Dachgeschossen bieten sich Festfenster an, da sie den Raum erhellen und als Lichteinlass durchaus einen Mehrwert und mehr Wohnkomfort mit sich bringen.

Bist du bezüglich der richtigen Fenster unschlüssig, kannst du dich beim Fensterbauer beraten und dir hilfreiche Tipps für jeden Raum geben lassen. Bei komplexen und sehr verwinkelten Zimmern kann es von Vorteil sein, wenn ein Handwerker vor Ort einen ersten Eindruck erhält und dir die Empfehlung anhand der vorliegenden Fakten gibt. Für jeden Anspruch und Bedarf kannst du ein Fenster mit dem von dir favorisierten Mechanismus zur Öffnung wählen. Achte hierbei sowohl auf die räumlichen Gegebenheiten, ohne dabei den sicherheitsrelevanten Aspekt aus den Augen zu verlieren.

Tipp: Bei sehr großen und damit einhergehend schwergewichtigen Fenstern solltest du auf den Kippmechanismus verzichten und dich alternativ auf ein Schiebefenster oder ein klassisches Klappfenster konzentrieren. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

 

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Dachfenster: Vorteile, Varianten & Preise im Überblick

Dachfenster: Vorteile, Varianten & Preise im Überblick

Mit Dachfenstern bringst du Licht ins Dunkel und sorgst dafür, dass du bisher ungenutzten Raum nach dem Ausbau bei viel Licht und frischer Luft als Wohnraum verwenden kannst. Vom Dachstuhl aus ist der Blick über die Umgebung besonders reizvoll und lässt dich die Weite spüren. Damit du mit den neuen Dachfenstern zufrieden bist, solltest du bei der Auswahl verschiedene Kriterien bedenken und Fenster wählen, die zu deinem Dach passen und die Aufhellung des Obergeschosses nach deiner Vorstellung ermöglichen.

Worauf es bei der Auswahl von Dachfenstern ankommt

Dachfenster sind einer besonderen Beanspruchung ausgesetzt und müssen sich gegen jegliche Witterungsverhältnisse und gegen Schneelasten behaupten. Während im Winter die Belastbarkeit im Vordergrund steht, willst du dich in der warmen Jahreszeit vor einer Überhitzung der Räumlichkeiten unter dem Dach schützen. Bereits bei der Auswahl von Dachfenstern solltest du daher überlegen, ob du später innen- oder außenliegende Rollos nutzen willst. Auch die Form und Ausführung der Dachfenster gibt dir Spielraum für Überlegungen und kann an dein Haus, an den Platz des Einbaus und deine Vorstellung von der optimalen Größe und vom Design angepasst werden. Für dein Dach gibt es Holz- und Kunststoff- oder Aluminiumfenster mit hoher Energieeffizienz. Am häufigsten werden Dachfenster mit klassischer Schwingfunktion gewählt, die du nicht zu hoch anbringen solltest. Denn der Griff für die Öffnung dieser Fenster befindet sich an der Oberseite, die du stehend und ohne dich zu strecken problemlos erreichen solltest. Die Auswahl bei Dachfenstern kann erfolgen zwischen:

  • Dachflächenfenstern
  • Gaubenfenstern
  • Dreiecks-Fenstern
  • Schwingfenstern
  • Schiebedachfenstern

Bei sehr hohen Dachstühlen oder Flachdächern, in denen du ein Oberlicht einbauen lassen möchtest, solltest du dich auf ein Fenster mit Fernbedienung konzentrieren und so die problemlose Öffnung und Schließung gewährleisten.

Ausführungen von Dachfenstern mit enormen Preisunterschieden

Generell sind Dachfenster teurer als Fenster, die auf herkömmlichem Weg in der Fassade deines Hauses eingebaut werden. Dies begründet sich unter Anderem in der besonders robusten Qualität, aber auch in den schwierigen Herausforderungen beim Einbau. Für langlebige Fenster im ausgebauten Dachstuhl solltest du pflegeleichte und stabile Materialien wählen, die jeder Witterung die Stirn bieten. Beim Einbau ist die Präzisionsarbeit besonders wichtig, damit dein Dachfenster dicht ist und keine Feuchtigkeit ins Haus eindringen lässt. Große und verwinkelte Dachböden gestaltest du am besten mit mehreren Fenstern, die du auf beiden Seiten des Raumes einbauen und gegenüberliegend montieren lässt. Durch diese Methode hellst du den Raum besonders auf, verleihst im eine gemütliche Ausstrahlung und sorgst für angenehmen Lichteinfall zu jeder Tageszeit. Damit der Sommer unter dem Dach nicht zu einer schweißtreibenden Angelegenheit wird, bieten sich Rollläden in Kombination mit Dachfenstern an. Lässt du diese an heißen Tagen auf der sonnenverwöhnten Seite herab, empfängt dich dein ausgebautes Dachgeschoss mit einer angenehmen Temperierung anstatt mit unerträglicher Hitze.

Fazit: Die Kosten für Dachfenster richten sich nach der Schwierigkeit des Einbaues, nach dem Material der Rahmen und nach der Marke, die du für dich wählst. Am besten entscheidest du dich für Fenster, die auf dein Haus und die restlichen Fenster im Objekt abgestimmt sind. Wähle einen Einbauort, wo sich die Dachfenster ohne Gefahr von Kopfanstößen öffnen lassen. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

Fensteraustausch: Wann ist ein Austausch der Fenster sinnvoll?

Fensteraustausch: Wann ist ein Austausch der Fenster sinnvoll?

Befinden sich noch alte Fenster und Türen im Haus, sind diese oft undicht oder entsprechen den neuesten Anforderungen an Dämmwerte nicht. Bevor ein alter Heizkessel gegen einen neuen ausgetauscht wird, ist es sinnvoll, neben der Fassade vor allen Dingen die Fenster zu überprüfen und gegebenenfalls gegen neue auszutauschen. Können mit einem Austausch der Fenster die Heizkosten effizient reduziert werden, rechnet sich dieser in der Regel.

Die Vorteile eines Fenstertausches

1. Senkung der Energiekosten mit neuen Fenstern
Die technische Entwicklung der letzten Jahre hat sich auch bei den Fenstern bemerkbar gemacht: Moderne Mehrkammerprofile mit besseren Dichtungen führen zu hervorragenden Dämmwerten, welche den Anforderungen der EnEV spielend leicht gerecht werden. Werden alte Fenster gegen neue ausgetauscht, sparst du in der Regel viel Energie und Geld. Wie viel sich konkret sparen lässt, errechnet dir ein Energieberater.

2. Reduzierung von Lärm mit neuen Fenstern
Sind neue Fenster mit einer Schallschutzverglasung versehen, lässt sich der Lärm, der von außen in die Wohnräume dringt, erheblich reduzieren. Je nachdem, wie die Lage des Hauses und die Lärmbelastung ist, können unterschiedliche Schallschutzklassen gewählt werden, die gleichzeitig auch den Wärmeverlust reduzieren.

3. Die Helligkeit verbessern mit neuen Fenstern
Früher wurden eher kleinere Fenster in Häuser eingebaut um den damit verbundenen Wärmeverlust zu senken. Moderne Fenster können dagegen als große Fensterfronten eingebaut werden und damit für helle Räume sorgen. Mit einer 3-fach-Wärmeschutzverglasung wird der Wärmeverlust geringer und die Wohnräume freundlich und hell.

Wie alt ist dein Fenster eigentlich?

Falls du bereits Fenster mit Isolierverglasung hast, kannst du an diesen erkennen, wie alt die Fenster tatsächlich sind. Zwischen den Scheiben befindet sich ein Alusteg und auf diesem ist das Datum der Herstellung, der Hersteller und der Isolierwert eingeprägt. Sind die Fenster bereits 20 Jahre alt, beträgt der Isolierwert zwischen 1,5 und 1,7 W(m²K). Hier ist ein Austausch der alten Fenster sinnvoll, da diese Werte modernen Anforderungen längst nicht mehr genügen. Diese liegen inzwischen bei 1,0 W/(m²K). Je kleiner dieser Wert ist, desto besser dämmen die Fenster. Wenn du den Austausch der Fenster durch einen Zuschuss oder einen Kredit der KfW-Bank fördern lassen möchtest, dürfen diese höchstens 0,95 W/(m²K) haben. Eine moderne Dreifachverglasung erreicht einen Wert, der zwischen 0,5 und 0,7 W/(m²K) liegt.

Falls du nicht weißt, ob deine Fenster aus Holz oder Kunststoff bestehen, klopf mit einem Schlüssel vorsichtig auf den Rahmen: Anhand des dabei erzeugten Geräusches kannst du das Material identifizieren. Neben der Dämmleistung und dem Alter spielen allerdings noch weitere Faktoren, wie die Funktionsfähigkeit und das Aussehen eine Rolle, wenn es darum geht, ob deine Fenster ausgetauscht werden sollten oder nicht. Grundsätzlich gilt: Ist das Fenster bereits mehr als 20 Jahre alt, sollte es besser ausgetauscht werden.

Holzfenster: Sanierung oder Austausch?

Sehen die Holzfenster noch gut aus, lediglich die Dichtungen und Beschläge sind nicht mehr ganz intakt, lohnt es sich in den meisten Fällen trotzdem nicht, die Fenster zu sanieren. Der Preis dafür kann deutlich höher sein, als ein Austausch der Fenster kosten würde. Auch Holzfenster gibt es zu wirklich überzeugend günstigen Preisen. Hast du jedoch historische Doppel- oder Kastenfenster in einem denkmalgeschützten Haus, kann sich die Sanierung der Fenster lohnen. Gerade wenn der Denkmalschutz Vorschriften zur Fenstergestaltung macht, ist eine Sanierung oft günstiger als ein kompletter Fenstertausch. Sind noch alte Fenster aus Aluminium im Haus eingebaut, lohnt sich der Austausch in jedem Fall. Das liegt daran, dass in den 70er und 80er Jahren diese Profile aus sogenannten „kalten Profilen“ gefertigt wurden und einen unglaublich schlechten Isolierwert haben. Sind die Temperaturunterschiede groß, wie das im Winter oft der Fall ist, werden die Fenster innen nass und es bildet sich Schimmel in der Fensterlaibung. Mit einem modernen Aluprofil ist die Nässe schnell vorbei – und der Schimmel Geschichte. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.
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Fenstereinbau: Wie lange dauert der Einbau von Fenstern?

Fenstereinbau: Wie lange dauert der Einbau von Fenstern?

Die Zeit für den Einbau neuer Fenster ist ein wichtiges Kriterium für dich. Zeit ist bekanntlich Geld und gerade bei der Beauftragung einer handwerklichen Dienstleistung kann sich das Zeitfenster maßgeblich auf deine Handwerkerrechnung niederschlagen. Die Zeitspanne für den Austausch und Neueinbau von Fenstern hängt von verschiedenen Faktoren ab, sodass es keine einheitliche Norm und somit keine konkrete Zeitangabe gibt. Umso wichtiger ist es, dass du die vom Handwerker benötigten Stunden vor der Zustimmung zum Angebot erfragst und dir einen verbindlichen Vorschlag unterbreiten lässt.

Aus- und Einbau von Fenstern: Zeitspanne und Kostenfaktor

Je nach Schwierigkeit kann der Austausch deiner alten Fenster zwischen zwei und sechs Stunden pro Fenster betragen. Wenn du neue Fenster kaufst und dich bei der Größe an den alten Fenstern orientierst, sparst du auf jeden Fall Zeit und unnötige Kosten. In die Aussparungen passgenau einsetzbare Fenster können ohne eine Vergrößerung oder Verkleinerung des Schachtes eingesetzt werden. Im Konkreten heißt das, dass der Handwerker die alten Fenster lediglich ausbauen und deine neuen Fenster einsetzen muss. Diese Aufgabe ist in der Regel in einem Zeitraum von zwei Stunden erledigt, sodass du die Gesamtzahl der Arbeitsstunden anhand der Menge aller Fenster in deinem Haus errechnen kannst. Bei Balkon- und Terrassentüren oder bei Bogenfenstern musst du mit einer längeren Einbauzeit rechnen, da der Aufwand größer und der Einsatz der neuen Glastüren nur von zwei Mann realisierbar ist. Pro Handwerkerstunde zahlst du einen Stundenlohn zwischen 40 und 60 Euro.

Die Einbauzeit für deine Fenster richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Ins Angebot bezieht der Handwerker:

  • die Schwierigkeit des Austausches
  • die Anzahl der zu wechselnden Fenster
  • eventuell notwendige Vorbereitungen und Nacharbeiten
  • sowie die Anzahl benötigter Handwerker ein.

Angebotsvergleiche sparen viel Zeit

Holst du dir mehrere Angebote ein, wirst du erstaunt sein, wie unterschiedlich sich die Zeitangaben und Kostenaufstellungen präsentieren. Schon aus diesen Grund ist es empfehlenswert, verschiedene Handwerker mit der Erstellung eines Angebots zu beauftragen und dich am Ende für den Dienstleister zu entscheiden, der dir das in Preis und Leistung beste Modell präsentiert. Achtung: Lasse dich nicht von Schnäppchenangeboten leiten, denn gute handwerkliche Arbeit hat ihren Preis. Wichtig ist vor allem, dass der Fensterbauer professionell arbeitet und in die Berechnung seiner Stunden nur den tatsächlichen Aufwand und die reine Arbeitszeit einrechnet.

Tipp: Wer dir eine Besichtigung vor Ort anbietet, unterbreitet dir in der Regel einen seriösen und auf den Arbeitsaufwand abgestimmten Vorschlag. Festpreise und verbindliche Angebote solltest du bevorzugen und offenen Kostenvoranschlägen immer vorziehen. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

 

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Fenster mit Sprossen: Vorteile und Nachteile

Fenster mit Sprossen: Vorteile und Nachteile

Für die Gestaltung des Hauses spielen die Fenster als Öffnungen für Luft und Licht eine wesentliche Rolle. Bis zum Ende des Mittelalters waren Glasfenster jedoch ein Luxus, den sich nur wenige leisten konnten. Falls ein Fenster mit Glas verschlossen wurde, dann waren es damals kleine und runde Scheiben – etwas anderes konnte der Glasmacher nicht fabrizieren. Werden heute Fenster mit Sprossen eingebaut, bekommt das Haus einen Hauch an Nostalgie. Aus diesem Grund sind Sprossenfenster bis heute beliebt, auch wenn diese traditionellen Fenster nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile haben.

Fenster mit Sprossen: Der Charme vergangener Zeiten

Stilvoll und dekorativ sehen die Fenster mit Sprossen aus, sie passen vor allen Dingen bei älteren Häusern wunderbar zur gesamten Fassade. Ihre dekorative Wirkung entfalten sie dabei nicht nur nach außen, sondern auch nach innen: Mit ihnen wird das Wohnen so richtig gemütlich. Sprossenfenster lassen auf der einen Seite viel Licht in die Räume, verwehren aber dank der Sprossen einen allzu leichten Blick in die private Sphäre. Heutzutage wird zwischen echten Sprossenfenstern und den sogenannten unechten Sprossenfenstern unterschieden. Die Scheiben werden bei einem echten Sprossenfenster tatsächlich von den dazwischen liegenden Sprossen geteilt. Zu den unechten Fenstern zählen beispielsweise die Wiener Sprossenfenster oder das Helima-Fenster. Die Sprossenoptik wird dabei durch innen liegende Profile erzeugt, in manchen Fällen werden die Sprossen auch einfach auf den Fensterscheiben befestigt.

Sprossenfenster bestehen aus:

  • Holz
  • Kunststoff
  • Metall

Tipp: Preiswerte Sprossenfenster sind Wiener Sprossenfenster. Bei diesen sind die Sprossen auf die Glasscheibe geklebt und sehen einer echten Sprossenverglasung unglaublich ähnlich. Noch dazu sind die Wiener Sprossenfenster günstiger als echte Sprossenfenster.

Tipp: Auch die Helima-Fenster sind eine günstige Alternative zu echten Sprossenfenstern. Bei diesen werden Sprossen aus pulverbeschichtetem Aluminium in die Zwischenräume der Scheiben eingesetzt. Diese können in ganz verschiedenen Farben lackiert oder mit einer holzähnlichen Dekorfolie versehen werden.

Das Fenster mit Sprossen – Alptraum beim Putzen?

In den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bestanden die Sprossenfenster aus vielen kleinen Scheibchen. Entsprechend lange dauerte es, bis sämtliche Scheiben und Fenster gereinigt waren. Inzwischen werden Sprossenfenster nicht mehr mit insgesamt 24 Scheiben hergestellt, bei denen sich allein die Zahl der Ecken auf 198 summiert, sondern aus bedeutend weniger Scheiben. Das hält den Aufwand fürs Fensterputzen einigermaßen im Rahmen.

Auf die Energie-Einsparverordnung (EnEV) muss bei Fenster geachtet werden

Wenn du neue Fenster mit Sprossen einbauen möchtest, solltest du wissen, dass es nicht nur auf die Optik der Fenster ankommt. Auch die Fenster müssen den energetischen Standards der EnEV entsprechen. Allein die energiesparende Isolierverglasung sorgt bereits dafür, dass das Fenster mit Sprossen teurer wird, allerdings hängt es davon ab, ob du ein echtes oder unechtes Sprossenfenster einbauen möchtest. Während bei einem echten Sprossenfenster viele einzelne Scheiben aus Wärmeschutzglas verbaut werden müssen – die entsprechend mehr kosten – ist es bei einem unechten Fenster nur eine einzige Isolierglasscheibe. Diese wird anschließend beispielsweise mit den Wiener Sprossen verklebt und kommt einem echten Sprossenfenster schon recht nahe. Wenn du allerdings in die Sprossenfenster ein Ornamentglas, Sicherheitsglas mit Schutz vor Einbruch oder ein Glas mit UV-Schutz haben möchtest, kostet das mehr.

Historische Sprossenfenster

Die eingebauten Sprossen bilden bei historischen Fenstern ein wesentliches Element der Gestaltung. Würde bei einer Sanierung die Aufteilung oder Lage der Sprossen geändert, wirkt sich das auf die gesamte Fassadengestaltung aus. Deswegen werden in der Regel historische Fenster mit glasteilenden Sprossen nachgebaut, auch wenn diese einen hohen Aufwand bei der Fertigung bedeuten und den Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters negativ beeinflussen.

Fenster mit Sprossen in vielen Varianten

Sprossenfenster gibt es so unterschiedlichen Ausführungen, dass sie hier gar nicht alle vorgestellt werden können. Nicht alle Fenster mit Sprossen sind teuer – du musst dich nur dann an die Vorschriften der Baubehörde halten, wenn du ein denkmalgeschütztes Haus sanieren willst. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

Zweifach- oder Dreifachverglasung bei Fenstern – was ist sinnvoller?

Zweifach- oder Dreifachverglasung bei Fenstern – was ist sinnvoller?

Das Raumklima ist von zentraler Bedeutung für den Wohnkomfort in den heimischen vier Wänden. Die Verglasung der Fenster spielt dabei eine entscheidende Rolle und hat einen direkten Einfluss auf die Energiekosten. Im Folgenden beschäftigen wir uns mit der zentralen Entscheidung zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung: Wir informieren dich über die wichtigsten Unterschiede und beleuchten die Energieeffizienz der verschiedenen Ausführungen.

Die Unterschiede von 2-fach und 3-fach Verglasung im Überblick

Als Bauherr kannst du dich beim Fensterkauf an verschiedenen Messwerten orientieren: Dazu zählt zum Beispiel der sogenannte U-Wert, der den Wärmedurchgang eines Fensters beschreibt. Im Optimalfall ist der U-Wert möglichst niedrig, sodass du von einer guten Dämmung profitierst. Im direkten Vergleich zwischen Dreifach- und Zweifachverglasung gibt es dabei einen klaren Sieger: Dementsprechend haben dreifach verglaste Fenster einen deutlich höheren U-Wert und geben somit wesentlich weniger Wärme nach außen ab. Die zweifach verglasten Fenster erfüllen hingegen nur knapp die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestanforderungen in Bezug auf den Wärmedurchgang. Ebenfalls von Bedeutung ist die Lichtdurchlässigkeit: Während die Zweifachverglasung zu ca. 80 Prozent lichtdurchlässig ist, kommen dreifach verglaste Fenster hier auf einen Wert von etwa 72 Prozent. Insgesamt lässt sich festhalten, dass die Dreifachverglasung in puncto Energieeffizienz die Nase vorne hat:

– dreifach verglaste Fenster garantieren dir optimale Dämmeigenschaften
– durch die Nutzung von zweifach verglasten Fenster geht mehr Heizwärme verloren
– die Dreifachverglasung geht mit verringerten Heizkosten einher

Die Anschaffungskosten von zweifach und dreifach verglasten Fenstern im Vergleich

Bei der Auswahl von Bauelementen stellt sich nicht nur die Frage nach der Energieeffizienz, sondern auch nach den Investitionskosten: In diesem Zusammenhang gilt es darauf hinzuweisen, dass zweifach verglaste Fenster einen günstigeren Kaufpreis haben. Weil die Preisunterschiede gering sind, rentiert sich die Anschaffung von besser gedämmten Dreifachverglasungen aber bereits nach kurzer Zeit. Demzufolge sind dreifach verglaste Fenster im Durchschnitt nur etwa 10 Prozent teurer. Dank des niedrigen U-Werts lassen sich speziell in den Wintermonaten effektiv Heizkosten sparen, was den finanziellen Vorteil der Dreifachverglasung unterstreicht. Zudem sorgt die optimierte Dämmung für einen ganzheitlich gesenkten Energieverbrauch, was auch in ökologischer Hinsicht von Vorteil ist.

Wichtige Hinweise zur individuellen Auswahl der Fenster Verglasung

Dreifach verglaste Fenster überzeugen sowohl mit finanziellen als auch mit ökologischen Vorzügen. In einigen Fällen kann aber auch die Zweifachverglasung eine sinnvolle Lösung darstellen: Holzrahmenfenster haben zum Beispiel von sich aus bereits gute Dämmeigenschaften, sodass eine dreifache Verglasung nicht zwingend notwendig ist. Für gewöhnliche Kunststofffenster mit vergleichsweise schlechten Dämmeigenschaften sind dreifache Verglasungen hingegen die besseren Alternativen. Bei der Entscheidung zwischen Zweifach- und Dreifachverglasung solltest du deshalb immer das Material des verwendeten Rahmens berücksichtigen. Außerdem muss die Dämmung der Fassade beachtet werden: Wenn keine Fassadendämmung vorhanden ist, führt dies bei dreifach verglasten Fenster zu einem erhöhten Schimmelrisiko. Für Häuser ohne gedämmte Fassade sind deshalb Zweifachverglasungen die bessere Wahl.

Ergänzend gilt es darauf hinzuweisen, dass Experten ab dem Jahr 2021 eine gesetzlich vorgeschrieben Pflicht für die Dreifachverglasung erwarten. Diese Vorschrift wird aber ausschließlich für Neubauten gelten. Somit hast du jetzt noch die freie Wahl und kannst dich als Bauherr individuell für die Zweifach- oder Dreifachverglasung entscheiden. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

Fotocredit: Wohnen an der Berkel von Architekt Hermann Josef Steverding; Fotografie von LOKOMOTIV-Fotografie