In der kalten Jahreszeit sind feuchte Fenster beinahe täglich das erste, was du nach dem Aufstehen siehst. Und täglich grüßt das Murmeltier oder in diesem Fall: das Kondenswasser an den Fensterscheiben. Die Bildung von Kondenswasser an den Scheiben ist eine ganz normale Begleiterscheinung, wenn Wärme und Kälte aufeinandertreffen. Das ist an deinen Außenwänden und somit an den Fenstern der Fall, wodurch du das Lüftungsverhalten und den Wärmestrom der Heizung überprüfen solltest.

Was hilft gegen nasse Fenster?

Entgegen der weitverbreiteten Meinung, dass das Wasser von außen eindringt und ein Anzeichen für undichte Fenster ist, kannst du in dieser Hinsicht ganz beruhigt sein. Vielmehr kann dein Problem unter dem Fenster liegen und wird durch ein Fensterbrett begünstigt, das über die Heizung hinausragt und eine Zirkulation der Warmluft an der Scheibe verhindert. Auch durchbrochene Fensterbänke sind keine wirklich passable Lösung, zumal sich diese Methode als optisch wenig ansprechend und unpraktisch erweist. Am besten sind schmale Fensterbretter und eine etwas weiter in den Raum hineinreichende Heizung, die ihre Wärme gleichmäßig abgibt und für eine gute Zirkulation der warmen Luft im Bereich der Fenster sorgt. Für die schnelle Trocknung der Fenster solltest du nicht zum Lappen greifen, sondern das Fenster weit öffnen und durch Stoßlüften für einen Ausgleich der Luftfeuchtigkeit sorgen. Auf lange Sicht sind feuchte oder richtig nasse Fenster mit Wassertropfen auf dem Rahmen nur vermeidbar, wenn du der Ursache auf den Grund gehst und diese abstellst. Die Stoßlüftung nimmst du drei- bis viermal täglich vor und lässt die Fenster 10 bis 15 Minuten geöffnet.

Hinweis: Vor allem in Schlafzimmern und Wohnräumen fallen nasse Fenster auf. Dies liegt daran, dass du mit der Atemluft ebenfalls Luftfeuchtigkeit ausstößt. Gekippte Fenster sind nicht zielführend und fördern das Problem der Feuchtigkeitsansammlung auf den Fensterscheiben eher.

Neue Fenster: manchmal ein Muss, manchmal der Verursacher des Problems!

Während die Fenster in vielen Altbauwohnungen „atmen“, sind sie im Neubau absolut dicht. Natürlich, niemand möchte in Zugluft sitzen und für die Außenluft heizen. Doch gerade Kunststofffenster sind wahre Multiplikatoren feuchter Luft und gelten als Hauptgrund für nasse Scheiben. Während Holzrahmen immer einen marginalen Luftaustausch ermöglichen, wirkt sich die Dichtheit bei Fenstern mit Kunststoffrahmen vor allem in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit negativ aus. Im Zuge einer Sanierung solltest du daher genau überprüfen, welche Fenster für dein Haus geeignet sind. Bist du einmal beim Umbau, beziehst du die Fensterbretter ebenfalls ein und wählst eine schmale Form, durch die du einen positiven Beitrag für die Zirkulation der Warmluft leistet.

Richtig Lüften – so beugst du bei Kondenswasser Schimmel vor!

Trotz aller Maßnahmen gilt: das richtige Lüften ist maßgeblich für deine Wohnqualität und die Vermeidung gefährlicher Feuchtigkeit verantwortlich. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit führt über kurz oder lang zur Bildung von Schimmel, dessen Sporen schon lange vor den sichtbaren Flecken im Fensterstock durch die Luft schwirren und deine Gesundheit beeinträchtigen.

Fazit: Stoßlüften statt Kipplüften

Feuchte Fenster lassen sich nicht durch die Spaltlüftung vermeiden. Auf Dauer erweist sich nur die Stoßlüftung als hilfreich und sollte mehrmals täglich vorgenommen werden. Mit Holzfenstern und schmalen Fensterbrettern sowie der richtigen Positionierung von Heizkörpern kannst du das Problem bekämpfen und fortan durch glasklare Scheiben blicken. Jetzt passenden Fensterbauer in deiner Region finden.

Titelbild: fotolia – pavlobaliukh